
Grundversorger muss liefern
Nach § 36 EnWG hat jeder Haushalt Anspruch auf Strom, unabhängig vom Schufa-Score.
Vorkasse = kein Schufa-Check
Bei Vorauszahlung entfällt die Bonitätsprüfung. Oft günstiger als Grundversorgung.
Wechsel ohne Unterbrechung
Der Wechsel dauert 3 bis 6 Wochen. Dein Strom fließt dabei unterbrechungsfrei weiter.
- Bis zu 850 € im Jahr sparen
- Über 900 Anbieter im Vergleich
- Kostenloser & Unverbindlicher Vergleich
- unkomplizierter Wechsel
Tipps für einen Wechsel des Strom Anbieters trotz Schufa Eintrag 2026
Vorweg: Die meisten Stromanbieter werden sich vor einem Vertragsabschluss mit einer Schufa Abfrage absichern. Den Stromanbieter wechseln, ist jedoch auch für Verbraucher trotz negativer Schufa möglich.
Es gibt die Möglichkeit bei vielen Stromanbietern, einen Tarif mit Vorauskasse zu wählen. Diese Stromtarife sind zudem auch oft sehr günstig.
Nutzen Sie also die Möglichkeit der Einstellungen hier beim kostenlosen Strom Tarifrechner um günstige Stromanbieter trotz Schufa zu finden. Folgende Einstellungen sollten Sie auswählen:
- Zahlungsweise: alle inkl. Vorauskasse
- Pakettarife berücksichtigen: Ja
- Tarife mit Sonderabschlag berücksichtigen : Ja
Mit Diesen Einstellungen werden Ihnen Kautionstarife aufgelistet. Sie Hinterlassen dem Stromversorger eine Kaution als Sicherheit. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für den Abschluss eines Stromvertrags trotz negativer Schufa, da der Stromversorger eine Sicherheit von Ihnen hat.
Keine Angst vor einem Wechsel
Sie sollten sich keine sorgen darum machen, dass Sie keinen Strom mehr bekommen, wenn Sie einen Stromanbieterwechsel gestartet haben, und der neue Anbieter Sie abgelehnt hat. Ihr regionaler Grundversorger übernimmt die Versorgung mit Strom. Denn der Grundversorger ist gesetzlich dazu verpflichtet Sie mit Strom zu versorgen. Allerdings ist der Grundversorger meist teurer als andere Anbieter. Auch Stromanbieter mit Prämie sind bei einigen Anbietern möglich.
Der Energiemarkt in Deutschland ist liberalisiert, was bedeutet, dass Verbraucher ihren Stromanbieter selbst wählen können. Dies ist besonders relevant für Personen mit negativer Schufa, die einen Stromanbieter ohne Schufa suchen. In diesem ausführlichen Artikel werden wir die verschiedenen Aspekte und Möglichkeiten untersuchen, wie man trotz negativer Bonität einen geeigneten Stromanbieter findet.
Stromanbieter ohne Schufa: So findest Du günstigen Strom trotz negativer Bonität
Einen Stromanbieter ohne Schufa zu finden ist möglich, auch wenn viele Versorger vor Vertragsabschluss eine Bonitätsprüfung durchführen. Jeder Haushalt in Deutschland hat nach § 36 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) einen gesetzlichen Anspruch auf Stromversorgung durch den regionalen Grundversorger, unabhängig von der Bonität. Darüber hinaus bieten zahlreiche Stromanbieter Tarife mit Vorkasse, Kaution oder ohne Schufa-Abfrage an, die oft deutlich günstiger sind als die Grundversorgung. In diesem Ratgeber erfährst Du, welche Möglichkeiten Dir offenstehen, wie Du Schritt für Schritt den passenden Anbieter findest und worauf Du bei Vertragsbedingungen achten solltest. Laut einer Erhebung der Verbraucherzentrale Bundesverband (2024) wurden in Deutschland rund 230.000 Stromsperren im Jahr durchgeführt, was zeigt, wie wichtig eine verlässliche und bezahlbare Stromversorgung gerade für Haushalte mit finanziellen Engpässen ist.
Was ein negativer Schufa-Eintrag für Deinen Stromvertrag bedeutet
Wer einen negativen Schufa-Eintrag hat, stößt bei der Suche nach einem neuen Stromanbieter auf Hürden. Doch ein Eintrag bedeutet nicht, dass Du keinen Strom bekommst. Um Deine Situation richtig einzuschätzen, hilft es, die Grundlagen der Schufa zu verstehen.
Was die Schufa ist und wie sie arbeitet
Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist Deutschlands größte Wirtschaftsauskunftei. Sie sammelt Daten über das Zahlungsverhalten von Privatpersonen und Unternehmen. Banken, Vermieter, Mobilfunkanbieter und eben auch Stromanbieter nutzen diese Daten, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden einzuschätzen. Die Schufa speichert dabei Informationen über Konten, Kredite, Leasingverträge und das bisherige Zahlungsverhalten.
Wie ein negativer Schufa-Eintrag entsteht
Ein negativer Eintrag wird nicht sofort angelegt, wenn eine Rechnung offen bleibt. Vier Bedingungen müssen erfüllt sein: Du hast mindestens zwei schriftliche Mahnungen erhalten und ihnen nicht widersprochen. Die Mahnungen wurden im Abstand von mindestens vier Wochen verschickt. In einem der Mahnschreiben wurde ein negativer Schufa-Eintrag ausdrücklich angekündigt. Und Du hast die Forderung trotzdem nicht beglichen. Erst wenn alle vier Kriterien erfüllt sind, darf der Gläubiger den Eintrag veranlassen.
Der Schufa-Score: Berechnung, Stufen und Bedeutung für Stromanbieter
Der Schufa-Score ist ein Zahlenwert zwischen 0 und 100, der Deine statistische Kreditwürdigkeit abbildet. Ein Wert über 97,5 gilt als sehr gut, zwischen 90 und 95 als zufriedenstellend. Unter 90 steigt für Unternehmen das Risiko eines Zahlungsausfalls. Stromanbieter nutzen diesen Score, um zu entscheiden, ob sie einen Kunden aufnehmen. Dabei hat jeder Anbieter eigene Schwellenwerte. Manche lehnen erst bei sehr niedrigen Scores ab, andere sind strenger.
Welche Daten die Schufa an Stromanbieter weitergibt
Die Schufa gibt ausschließlich kreditrelevante Informationen weiter. Dein Einkommen, Dein Beruf, Dein Familienstand oder Dein Vermögen werden nicht übermittelt. Der Stromanbieter erfährt lediglich, ob offene Forderungen, laufende Kredite oder negative Zahlungserfahrungen vorliegen. Eine unverbindliche Anfrage bei einem Stromanbieter hat keine negativen Folgen für Deinen Score.
Warum die Art des Eintrags entscheidend ist
Für Stromanbieter macht es einen großen Unterschied, woher ein negativer Eintrag stammt. Offene Forderungen bei einem früheren Energieversorger wiegen besonders schwer, weil sie ein direktes Risiko für den neuen Anbieter darstellen. Ein negativer Eintrag, der aus einem ganz anderen Bereich stammt, etwa einem Mobilfunkvertrag oder einem Versandhandelskredit, wird von vielen Stromanbietern weniger kritisch bewertet. Das ist ein wichtiger Punkt: Nicht jeder Schufa-Eintrag führt automatisch zu einer Ablehnung.
Warum Stromanbieter Deinen Antrag ablehnen dürfen
Auf dem liberalisierten deutschen Energiemarkt können Verbraucher ihren Stromanbieter frei wählen. Umgekehrt steht es den Anbietern aber auch frei, Kunden abzulehnen. Nur der Grundversorger hat eine gesetzliche Lieferpflicht.
Bonitätsprüfung vor Vertragsschluss: So läuft sie ab
Die meisten Stromanbieter holen vor dem Vertragsabschluss eine Schufa-Auskunft ein. Das passiert in der Regel automatisch, sobald Du einen Antrag stellst. Der Anbieter erhält den Score und eine Übersicht über kreditrelevante Merkmale. Auf dieser Basis trifft er seine Entscheidung. Du erfährst häufig gar nicht den genauen Grund für eine Ablehnung.
Rechtliche Grundlage der Ablehnung
Anders als der Grundversorger ist ein privater Stromanbieter nicht zur Lieferung verpflichtet. Er kann einen Vertrag ohne Angabe von Gründen ablehnen. Das ist Teil der Vertragsfreiheit im deutschen Recht. Für Dich als Verbraucher bedeutet das: Eine Ablehnung ist kein Grund zur Sorge um Deine Stromversorgung, denn der Grundversorger springt immer ein.
Unterschied: stichprobenweise vs. generelle Schufa-Prüfung
Nicht alle Anbieter prüfen jeden Kunden gleich. Manche führen eine generelle Bonitätsprüfung durch und lehnen bei negativem Ergebnis ab. Andere prüfen nur stichprobenartig oder nur ab einem bestimmten Verbrauchsvolumen. Es kann also sein, dass Du bei einem Anbieter trotz negativem Eintrag problemlos einen Vertrag bekommst, während ein anderer Dich ablehnt. Deshalb lohnt es sich, mehrere Anbieter auszuprobieren.
Stromanbieter trotz Schufa
Dein Recht auf Strom: Grundversorgung nach § 36 EnWG
Kein Haushalt in Deutschland muss ohne Strom leben. Das Energiewirtschaftsgesetz garantiert jedem Verbraucher eine unterbrechungsfreie Versorgung. Dieses Recht gilt unabhängig von Deiner Bonität oder Deinem Schufa-Score.
Was der Grundversorger leisten muss
Der Grundversorger ist das Energieunternehmen, das in einem Netzgebiet die meisten Haushaltskunden beliefert. In den meisten Fällen sind das die örtlichen Stadtwerke. Er ist gesetzlich verpflichtet, jeden Haushalt in seinem Gebiet mit Strom zu versorgen. Ein negativer Schufa-Eintrag spielt dabei keine Rolle. Der Grundversorger darf Dich nicht ablehnen.
So findest Du Deinen zuständigen Grundversorger
Deinen Grundversorger findest Du über den lokalen Stromnetzbetreiber. Dieser muss die Information auf seiner Webseite veröffentlichen. Den Namen Deines Netzbetreibers erfährst Du, wenn Du Deine Postleitzahl auf Portalen wie Störungsauskunft.de eingibst. Alternativ steht der Grundversorger auf Deiner letzten Stromrechnung.
Unterschied zwischen Grundversorgung und Ersatzversorgung
Die Grundversorgung ist ein regulärer Vertrag mit dem Grundversorger. Die Ersatzversorgung greift hingegen automatisch, wenn Du in eine Wohnung einziehst und keinen eigenen Vertrag abschließt, oder wenn Dein bisheriger Anbieter ausfällt, zum Beispiel durch Insolvenz. Die Ersatzversorgung ist auf drei Monate begrenzt und oft teurer als die Grundversorgung. Danach wechselst Du automatisch in die Grundversorgung.
Was die Grundversorgung kostet
Grundversorgungstarife gehören in der Regel zu den teuersten Stromtarifen auf dem Markt. Je nach Region kann der Unterschied zu einem günstigen Alternativtarif mehrere hundert Euro pro Jahr betragen. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt in der Grundversorgung je nach Region zwischen 1.300 und 1.500 Euro jährlich. Bei einem günstigen Alternativtarif sind es oft nur 1.000 bis 1.200 Euro. Das macht deutlich, warum sich ein Wechsel auch mit negativer Schufa lohnt. Selbst Vorkasse- oder Kautionstarife liegen preislich fast immer unter der Grundversorgung. Der Grundversorgungstarif hat aber einen entscheidenden Vorteil: Er ist jederzeit mit einer Frist von nur zwei Wochen kündbar. Du bist also nicht langfristig gebunden und kannst jederzeit zu einem günstigeren Anbieter wechseln, sobald Du einen passenden Tarif findest.
Wann eine Stromsperre droht und wie Du sie vermeidest
Eine Stromsperre darf erst verhängt werden, wenn Dein Zahlungsrückstand mindestens 100 Euro beträgt und der Grundversorger die Sperre vier Wochen vorher schriftlich angedroht hat. Zusätzlich muss er die Sperre mindestens drei Werktage vorher nochmals ankündigen. Vor der Sperrung muss der Versorger Dir außerdem eine Ratenzahlung anbieten. Wenn Du dieses Angebot annimmst und die Raten einhältst, darf der Strom nicht abgestellt werden. Laut Bundesnetzagentur waren im Jahr 2023 rund 230.000 Haushalte von einer Stromsperre betroffen. Wenn Dir eine Sperre droht, handle schnell: Nimm Kontakt zum Versorger auf, bitte um eine Ratenzahlung und dokumentiere alles schriftlich. Auch Schuldnerberatungsstellen können in dieser Situation helfen und mit dem Versorger verhandeln.
Schutzregelungen: Wann Strom nicht abgestellt werden darf
Es gibt Situationen, in denen eine Stromsperre unverhältnismäßig wäre. Das ist etwa der Fall, wenn im Haushalt Kleinkinder oder pflegebedürftige Personen leben, wenn Du einen Härtefall nachweisen kannst oder wenn die Jahreszeit eine Sperrung gesundheitsgefährdend machen würde. In solchen Fällen muss der Versorger die Sperre aussetzen. Auch Ratenzahlungsvereinbarungen schützen Dich vor einer Abschaltung.
Du willst wissen, welche Tarife in Deiner Region verfügbar sind?
Stromanbieter wechseln trotz Schufa: Alle Möglichkeiten im Überblick
Ein negativer Schufa-Eintrag schränkt Deine Auswahl ein, schließt aber einen Wechsel nicht aus. Es gibt mehrere Wege, trotz schlechter Bonität einen günstigeren Stromtarif zu bekommen. Die folgenden Optionen stehen Dir zur Verfügung.
Vorkasse-Tarife: Strom ohne Bonitätsprüfung
Bei einem Vorkasse-Tarif zahlst Du den geschätzten Jahresverbrauch im Voraus. Da der Anbieter sein Geld bereits erhalten hat, spielt Deine Bonität keine Rolle mehr. Viele Anbieter verzichten in diesem Fall komplett auf eine Schufa-Abfrage. Der Nachteil: Du brauchst genügend liquide Mittel, um den Jahresbetrag auf einmal zu zahlen. Je nach Verbrauch kann das ein hoher dreistelliger Betrag sein. Bei einem Verbrauch von 3.500 kWh und einem Preis von 30 Cent pro Kilowattstunde plus Grundgebühr kommst Du schnell auf 1.100 bis 1.200 Euro, die Du auf einen Schlag aufbringen musst. Trotzdem sind Vorkasse-Tarife für viele Betroffene die beste Option, weil sie den einfachsten Zugang zum Strommarkt bieten, ohne sich auf die teure Grundversorgung verlassen zu müssen.
Kautionstarife: Sicherheit für den Anbieter
Ein Morgen im Frühling. Du sitzt am Küchentisch, vor Dir die Stromrechnung. Die Zahl ist höher als erwartet. Du rechnest nach, vergleichst mit dem Vorjahr. Der Gedanke kommt: Es muss doch günstiger gehen. Aber dann fällt Dir der Schufa-Eintrag ein.
Bei einem Kautionstarif hinterlegst Du eine Sicherheitsleistung beim Anbieter. Diese Kaution dient als Rücklage für den Fall eines Zahlungsausfalls. Im Gegenzug akzeptieren viele Anbieter auch Kunden mit eingeschränkter Bonität. Die Kaution erhältst Du bei Vertragsende zurück, sofern keine offenen Forderungen bestehen. Der Vorteil gegenüber der Vorkasse: Du zahlst Deinen Strom weiterhin in monatlichen Abschlägen.
Prepaid-Strom und kWh-Pakete
Prepaid-Stromtarife funktionieren ähnlich wie eine Prepaid-Karte beim Mobilfunk. Du kaufst eine bestimmte Menge Strom in Kilowattstunden und verbrauchst sie über einen festgelegten Zeitraum. Der Vorteil: volle Kostenkontrolle, keine Bonitätsprüfung. Der Nachteil: Verbrauchst Du weniger als geplant, verfallen überschüssige Kilowattstunden bei manchen Anbietern. Verbrauchst Du mehr, zahlst Du oft einen deutlich höheren Preis pro zusätzlicher Kilowattstunde.
Monatlich zahlen trotz Schufa: Wann es möglich ist
Nicht jeder negative Schufa-Eintrag führt zur Ablehnung. Viele Anbieter treffen ihre Entscheidung individuell und berücksichtigen dabei die Art und Schwere des Eintrags. Wenn Dein Eintrag nicht aus dem Energiebereich stammt und Dein Score nicht extrem niedrig ist, stehen die Chancen gut, dass Du auch einen regulären Tarif mit monatlicher Zahlung bekommst. Ein Versuch kostet nichts, denn eine Anfrage hat keine negativen Auswirkungen auf Deinen Score.
Anbieter, die keine Schufa-Prüfung durchführen
Es gibt Stromanbieter, die grundsätzlich auf eine Schufa-Abfrage verzichten oder sie nur stichprobenartig durchführen. Diese Anbieter setzen stattdessen auf andere Sicherheitsmodelle wie Vorkasse, Kaution oder kurze Vertragslaufzeiten. Die Zahl solcher Anbieter ist in den letzten Jahren gewachsen, weil die Nachfrage nach Strom ohne Bonitätsprüfung hoch ist.
Dynamische Stromtarife und Smart Meter als Option
Dynamische Stromtarife koppeln den Preis pro Kilowattstunde an den aktuellen Börsenpreis. Du zahlst dann je nach Tageszeit und Marktsituation unterschiedlich viel. Wenn Du Deinen Verbrauch in günstige Stunden verlagerst, etwa den Geschirrspüler nachts laufen lässt, kannst Du sparen. Für diese Tarife brauchst Du einen intelligenten Stromzähler, ein sogenanntes Smart Meter. Seit dem Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende ist der Einbau solcher Zähler schrittweise verpflichtend. Einige Anbieter dynamischer Tarife haben geringere Zugangshürden bei der Bonität, da der Verbrauch zeitnah abgerechnet wird und so das Ausfallrisiko sinkt. Die Analyse der beliebtesten Tarife bei Kunden mit negativer Schufa zeigt, dass der dynamische Tarif von Tibber mit 16,4 Prozent Marktanteil in diesem Segment den Spitzenplatz einnimmt. Auch Anbieter wie Rabot Charge und Ostrom setzen auf dynamische Modelle und werden von Kunden mit eingeschränkter Bonität gewählt.
Ökostrom trotz negativer Schufa
Ein negativer Schufa-Eintrag hindert Dich nicht daran, Ökostrom zu beziehen. Viele Ökostromanbieter bieten dieselben Tarifoptionen wie konventionelle Anbieter, also auch Vorkasse, Kaution oder Tarife ohne Bonitätsprüfung. LichtBlick etwa gehört mit seinem ÖkoStrom-Komfort-Tarif zu den häufig gewählten Anbietern bei Kunden mit eingeschränkter Bonität.
Stromanbieter mit Prämie trotz Schufa
Auch Wechselprämien sind bei manchen Anbietern trotz negativer Schufa möglich. Einige Versorger zahlen Neukundenboni oder gewähren Rabatte im ersten Vertragsjahr, unabhängig von der Bonität. Dabei solltest Du allerdings darauf achten, dass die Grundkonditionen des Tarifs auch nach Ablauf der Prämie fair sind. Ein hoher Bonus bringt wenig, wenn der Tarif im zweiten Jahr deutlich teurer wird.
Strom und Gas zusammen wechseln trotz Schufa
Wenn Du sowohl Strom als auch Gas beziehst, kann ein Kombinationsvertrag sinnvoll sein. Einige Anbieter bieten Kombitarife an, bei denen Du beides aus einer Hand bekommst. Das vereinfacht die Verwaltung und kann zusätzliche Rabatte bringen. Die Schufa-Thematik ist dabei identisch: Vorkasse-, Kautions- und Prepaid-Optionen gelten meist für beide Energiearten.
Stromanbieter trotz Schufa
Die beliebtesten Stromtarife im Überblick: So entscheiden sich Kunden mit schlechter Bonität
Unsere Analyse der Stromtarife, die besonders häufig von Kunden mit negativer Schufa abgeschlossen wurden, zeigt klare Muster. Diese Tarife repräsentieren die Angebote, die Stromanbieter bereitgestellt haben, um auch Haushalte mit eingeschränkter Bonität zu versorgen.
Die Top 5 Tarife für Kunden mit negativer Schufa
Den Spitzenplatz belegt der Dynamische Tarif Flex von Tibber Deutschland GmbH mit einem Anteil von 16,4 Prozent. Dieser Tarif punktet durch flexible Konditionen und geringe Zugangshürden. Auf Platz zwei folgt die ELEKTRIZITÄT BERLIN der ElVeBe GmbH mit 15,2 Prozent, ein regional stark verankertes Angebot. Der Tarif Fairpower one der ENSTROGA AG erreicht 9,9 Prozent. Mit 4,1 Prozent hat der ÖkoStrom Komfort 12 von LichtBlick SE einen bemerkenswerten Anteil. Das zeigt, dass Nachhaltigkeit auch für Kunden mit negativer Schufa wichtig ist. Den fünften Platz belegt rabot.home von RABOT CHARGE GmbH mit 3,5 Prozent.
Was diese Tarife gemeinsam haben
Die fünf meistgewählten Tarife verbinden mehrere Eigenschaften: flexible Vertragsgestaltung, transparente Preismodelle und vergleichsweise niedrige Einstiegshürden. Auffällig ist der hohe Anteil dynamischer Tarife. Sie ermöglichen eine verbrauchsnahe Abrechnung, was das Risiko für den Anbieter reduziert und so den Zugang für Kunden mit Bonitätsproblemen erleichtert.
Unsere vollständige Tabelle mit den am häufigsten abgeschlossenen Stromtarifen 2024
| Anbieter | Tarif | Prozent |
|---|---|---|
| Tibber Deutschland GmbH | Dynamischer Tarif Flex | 16.37% |
| Elektrizitätsversorgung Berlin ElVeBe GmbH | ELEKTRIZITÄT BERLIN | 15.20% |
| ENSTROGA AG | Fairpower one | 9.94% |
| LichtBlick SE | ÖkoStrom Komfort 12 | 4.09% |
| RABOT CHARGE GmbH | rabot.home | 3.51% |
| EWE VERTRIEB GmbH | EWE Grünstrom basis | 2.92% |
| immergrün! – eine Marke der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH | Spar Smart Premium B | 2.34% |
| Energy Market Solutions GmbH | ENTEGA Ökostrom dynamisch | 1.75% |
| Fuxx – Die Sparenergie GmbH | Fuxx-Spar Optimal | 1.75% |
| E.ON Energie Deutschland GmbH | E.ON Strom Öko | 1.75% |
| NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH | NEWfair Strom 12 | 1.75% |
| Fuxx – Die Sparenergie GmbH | Fuxx-Spar Optimal Gas | 1.75% |
| TEAG Thüringer Energie AG | TEAG.Strom direkt | 1.75% |
| Lidl-Strom von E.ON Energie Deutschland GmbH | Lidl-ÖkoStrom Plus | 1.17% |
| Octopus Energy Germany GmbH | OctopusSelect+ 12 Strom | 1.17% |
| MAINGAU Energie GmbH | MAINGAU StromGarant | 1.17% |
| eins energie in sachsen GmbH & Co. KG | einsstrom Online | 1.17% |
| E WIE EINFACH GmbH | Grün & Günstig Strom | 1.17% |
| idealenergie – eine Marke der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH | heim premium | 1.17% |
| immergrün! – eine Marke der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH | Spar Gas Premium B | 1.17% |
| EWE VERTRIEB GmbH | EWE Grünstrom basis 12 | 1.17% |
| ENTEGA Plus GmbH | ENTEGA Ökostrom eco | 1.17% |
| schwarzwald Energy GmbH | schwarzwald strom 12 | 1.17% |
| Vattenfall Europe Sales GmbH | ÖkoStrom12 | 0.58% |
| Vattenfall Europe Sales GmbH | ÖkoStrom12 Standard | 0.58% |
| TEAG Thüringer Energie AG | TEAG.Gas direkt | 0.58% |
| VeganStrom – eine Marke der GreenStone Energy GmbH | VeganStrom Solarplus | 0.58% |
| eprimo GmbH | eprimoStrom PrimaKlima | 0.58% |
| Yello Strom GmbH | Mein Yello Strom Flex | 0.58% |
| Yello Strom GmbH | Strom Warm | 0.58% |
| citiwerke â Eine Marke der Thüga Energie GmbH, Singen | citigas12 klima | 0.58% |
| enercity AG | enercity Strom natürlich garantiert | 0.58% |
| SimplyGreen – von Energy Market Solutions GmbH | SimplyGreen 12 | 0.58% |
| goldgas GmbH | goldgas natürlich12 Strom | 0.58% |
| goldstrom – eine Marke der goldgas GmbH | natürlich12 Strom | 0.58% |
| idealenergie – eine Marke der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH | heim premium B | 0.58% |
| immergrün! – eine Marke der Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft mbH | Spar Smart Premium Extra | 0.58% |
| stromee – eine Marke der homee GmbH | Mein Klimastrom 12 eco | 0.58% |
| Stadtwerke Flensburg GmbH | Flensburg eXtra Wärme | 0.58% |
| Octopus Energy Germany GmbH | Select+ Secure 12 Strom | 0.58% |
| SachsenEnergie Versorgung GmbH – ein Unternehmen der SachsenEnergie AG | Ökostrom 12 | 0.58% |
| Knauber Strom GmbH | Knauber Strom Flexibel | 0.58% |
| E.ON Energie Deutschland GmbH | E.ON Strom Öko 24 | 0.58% |
| ENSTROGA AG | meinGas komplett flex B | 0.58% |
| EVD EnergieVersorgung Deutschland GmbH | EVD Strom Bonus | 0.58% |
| EnBW Energie Baden-Württemberg AG | EnBW Grün Und Sicher Privatstrom | 0.58% |
| EnBW Energie Baden-Württemberg AG | EnBW Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe | 0.58% |
| Energie und Wasser Potsdam GmbH | EWP EchtOnline12 | 0.58% |
| ExtraEnergie GmbH | extraenergie Gas Bonus | 0.58% |
| GASAG AG | GASAG | STROM Smart 12 | 0.58% |
| GP JOULE Plus GmbH | GP JOULE flex | 0.58% |
| LichtBlick SE | Öko Wärme 12 | 0.58% |
| SWM Versorgungs GmbH | M-Ökostrom Fix | 0.58% |
| LichtBlick SE | ÖkoStrom Relax 24 | 0.58% |
| MAINGAU Energie GmbH | MAINGAU GasAktiv | 0.58% |
| MONTANA Energieversorgung GmbH & Co. KG | MONTANA garant 12 | 0.58% |
| Mainova Aktiengesellschaft | Strom Online 12 | 0.58% |
| NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH | NEWfair Strom3 | 0.58% |
| Ostrom – eine Marke der Aplus Energy GmbH | Ostrom SimplyFair | 0.58% |
| PLAN-B NET ZERO ENERGY GmbH | PBNZE dynamic private | 0.58% |
| R(H)EINPOWER â eine Marke der Stadtwerke Duisburg AG | R(H)EINPOWER MeinStrom 12 | 0.58% |
| SWM Versorgungs GmbH | M-Strom Fix | 0.58% |
| stromee – eine Marke der homee GmbH | Mein Ökostrom Flex | 0.58% |
Die vollständige Liste umfasst über 60 Tarife von mehr als 40 Anbietern. Sie zeigt, dass der Markt für Strom ohne Schufa deutlich vielfältiger ist, als viele Betroffene vermuten.
Strom trotz Stromschulden und Privatinsolvenz
Besonders schwierig wird die Suche nach einem Stromanbieter, wenn offene Forderungen aus früheren Stromverträgen bestehen oder eine Privatinsolvenz vorliegt. Doch auch in diesen Situationen gibt es Wege.
Strom trotz offener Forderungen beim Vorversorger
Offene Stromschulden beim bisherigen Anbieter sind der schwierigste Fall. Dein neuer Wunschanbieter sieht in der Schufa-Auskunft, dass Du einem Energieversorger Geld schuldest. Das wird als direktes Risiko gewertet. Deine Optionen: Begleiche die offenen Forderungen so schnell wie möglich, vereinbare eine Ratenzahlung mit dem alten Anbieter oder weiche auf Vorkasse-Tarife aus. Der Grundversorger muss Dich in jedem Fall beliefern.
Strom trotz Privatinsolvenz
Auch während einer laufenden Privatinsolvenz hast Du Anspruch auf Stromversorgung. Der Grundversorger darf Dich nicht ablehnen. Darüber hinaus gibt es Anbieter, die Kunden in der Insolvenz akzeptieren, wenn sie per Vorkasse oder Kaution zahlen. Die Insolvenz wird nach Abschluss des Verfahrens und der Wohlverhaltensphase aus der Schufa gelöscht. Seit der Reform des Insolvenzrechts im Jahr 2020 dauert die Restschuldbefreiung in der Regel drei Jahre. Nach Ablauf dieser Frist und der anschließenden dreijährigen Speicherfrist bei der Schufa beginnt für Dich ein neuer Anfang mit sauberer Akte. In der Zwischenzeit ist der Grundversorgungstarif oder ein Vorkasse-Tarif Dein sicherster Weg zu bezahlbarem Strom.
Kein Stromanbieter nimmt mich: Was Du jetzt tun kannst
Abends, nach einem langen Tag. Die dritte Absage in dieser Woche, diesmal per E-Mail. Kein Grund angegeben, nur die Standardformulierung. Du fragst Dich, ob überhaupt jemand Dich als Kunden haben will.
Wenn mehrere Anbieter Dich abgelehnt haben, bleiben Dir drei Optionen: Erstens der Grundversorger, der Dich beliefern muss. Zweitens ein gezielter Versuch bei Anbietern mit Vorkasse oder Kaution, denn bei diesen Modellen ist eine Ablehnung deutlich unwahrscheinlicher. Drittens das direkte Gespräch mit einem Anbieter, bei dem Du Deine Situation erklärst. Manche Versorger zeigen sich kulant, wenn sie den Hintergrund kennen und Du offen kommunizierst. Eine vierte Möglichkeit, die oft übersehen wird: Prüfe, ob Du bei Deinem aktuellen Anbieter den Tarif wechseln kannst, statt den Anbieter zu wechseln. Innerhalb eines Unternehmens gibt es oft günstigere Tarife, und da Du bereits Kunde bist, entfällt die erneute Bonitätsprüfung. Wenn auch das nicht funktioniert, nutze die Grundversorgung als Zwischenlösung und arbeite parallel daran, Deinen Schufa-Score zu verbessern. Weitere Hilfe findest Du in unserem Ratgeber Kein Stromanbieter nimmt mich.
Strom anmelden bei Umzug trotz Schufa
Ein Umzug bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich, wenn Du einen negativen Schufa-Eintrag hast. Die Stromversorgung in der neuen Wohnung muss sichergestellt sein.
Erstvertrag in der neuen Wohnung abschließen
Wenn Du in eine neue Wohnung einziehst und keinen Stromvertrag abschließt, wirst Du automatisch vom Grundversorger beliefert. Das passiert ab dem Moment, in dem Du den Lichtschalter betätigst. Du stehst also nie ohne Strom da. Allerdings ist die automatische Grundversorgung meist teuer. Deshalb lohnt es sich, schon vor dem Umzug einen günstigeren Anbieter zu suchen.
Wechsel aus der automatischen Grundversorgung
Der Grundversorgungsvertrag hat eine Kündigungsfrist von nur zwei Wochen. Das bedeutet: Du kannst schnell und unkompliziert zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Nutze die ersten Tage in der neuen Wohnung, um Deinen Zählerstand zu notieren, Deine Zählernummer herauszusuchen und einen Vergleichsrechner zu nutzen. So wechselst Du innerhalb weniger Wochen aus der teuren Grundversorgung heraus.
Vergleiche jetzt die Tarife in Deiner Region
Schritt für Schritt zum neuen Stromanbieter ohne Schufa
Der Weg zum günstigeren Stromtarif trotz negativer Schufa ist kein Hexenwerk. Mit den richtigen Schritten erhöhst Du Deine Chancen deutlich.
Kostenlose Schufa-Selbstauskunft beantragen (Art. 15 DSGVO)
Bevor Du einen Anbieterwechsel startest, solltest Du wissen, was in Deiner Schufa-Akte steht. Nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung hast Du das Recht, einmal pro Jahr eine kostenlose Datenkopie bei der Schufa anzufordern. Diese Selbstauskunft zeigt Dir alle gespeicherten Einträge und Deinen aktuellen Score. Du beantragst sie online auf meineschufa.de unter dem Punkt „Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO“. Die Bearbeitung dauert in der Regel ein bis vier Wochen. Wichtig: Es gibt auf der Webseite der Schufa auch kostenpflichtige Angebote. Die kostenlose Variante reicht für Deinen Zweck vollkommen aus. Mit der Datenkopie in der Hand weißt Du genau, welche Einträge bestehen, und kannst gezielt reagieren. Mehr dazu in unserem Ratgeber Schufa-Auskunft kostenlos beantragen.
Einträge prüfen und fehlerhafte Daten korrigieren lassen
Prüfe jeden einzelnen Eintrag in Deiner Selbstauskunft. Fehlerhafte oder veraltete Einträge kommen häufiger vor als gedacht. Wenn Du einen falschen Eintrag findest, kannst Du bei der Schufa eine Korrektur beantragen. Die Schufa ist verpflichtet, den Eintrag zu überprüfen und bei berechtigtem Einwand zu löschen. Auch bereits beglichene Forderungen sollten korrekt als erledigt gekennzeichnet sein.
Den richtigen Tarif im Vergleichsrechner finden
Vergleichsrechner wie Check24, Verivox oder spezialisierte Portale helfen Dir, passende Tarife zu finden. Gib Deinen Jahresverbrauch, Deine Postleitzahl und die Anzahl der Personen im Haushalt ein.
So stellst Du den Vergleichsrechner richtig ein
Für die Suche nach Strom trotz Schufa sind drei Einstellungen wichtig: Setze die Zahlungsweise auf „alle inkl. Vorauskasse„. Aktiviere die Option „Pakettarife berücksichtigen“. Und setze „Tarife mit Sonderabschlag berücksichtigen“ auf Ja. Mit diesen Einstellungen werden Dir auch Kautionstarife angezeigt, bei denen die Chance auf einen Vertragsabschluss trotz negativer Schufa deutlich höher ist.
Antrag stellen und bei Ablehnung richtig reagieren
Stelle Deinen Antrag beim Wunschanbieter. Im schlimmsten Fall wirst Du abgelehnt, das hat aber keine negativen Folgen für Dich. Bei einer Ablehnung versuchst Du es einfach beim nächsten Anbieter. Manche Verbraucher berichten, dass sie erst beim dritten oder vierten Versuch erfolgreich waren. Gib nicht zu früh auf.
Das persönliche Gespräch mit dem Anbieter suchen
Wenn Du bei einem bestimmten Anbieter Strom beziehen möchtest, kann ein persönliches Gespräch helfen. Ruf die Kundenhotline an und erkläre Deine Situation offen. Verschweige den negativen Eintrag nicht, denn der Anbieter kann ihn ohnehin einsehen. Manche Versorger zeigen sich kulant, wenn sie den Hintergrund verstehen und merken, dass Du Deine Situation aktiv angehst.
Der Wechselprozess: Zählerstand, Zählernummer und Lieferbeginn
Für den Anbieterwechsel brauchst Du drei Angaben: Deinen aktuellen Zählerstand, die Zählernummer (steht auf dem Stromzähler) und den gewünschten Lieferbeginn. Der neue Anbieter kümmert sich um die Kündigung beim alten Versorger. Der Wechsel dauert in der Regel drei bis sechs Wochen. Während des gesamten Wechselprozesses fließt Dein Strom unterbrechungsfrei weiter.
Vertragsbedingungen richtig prüfen
Gerade bei Tarifen für Kunden mit eingeschränkter Bonität lohnt sich ein genauer Blick auf die Vertragsbedingungen. Nicht jeder günstige Tarif ist auf Dauer vorteilhaft.
Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist
Bevorzuge kurze Vertragslaufzeiten. Eine Laufzeit von maximal zwölf Monaten gibt Dir Flexibilität. Die Kündigungsfrist sollte nicht länger als sechs Wochen betragen. Je kürzer beides ist, desto schneller kannst Du reagieren, wenn sich ein besseres Angebot ergibt oder die Konditionen sich verschlechtern.
Preisgarantie und Preisanpassungen
Eine Preisgarantie schützt Dich vor steigenden Strompreisen während der Vertragslaufzeit. Achte darauf, ob die Garantie den gesamten Preis abdeckt oder nur den Energieanteil. Netzentgelte, Steuern und Abgaben können trotz Preisgarantie steigen. Eine vollständige Preisgarantie ist wertvoller, aber seltener.
Worauf Du bei Pakettarifen achten musst
Pakettarife binden Dich an eine bestimmte Verbrauchsmenge. Sie wirken auf den ersten Blick günstig, bergen aber Risiken. Verbrauchst Du weniger, verfällt der Restbetrag bei einigen Anbietern. Verbrauchst Du mehr, wird jede zusätzliche Kilowattstunde oft deutlich teurer berechnet als im regulären Tarif. Pakettarife eignen sich deshalb nur, wenn Du Deinen Verbrauch sehr genau einschätzen kannst.
Vorkasse, Kaution und Grundversorgung im Vergleich
Die drei gängigsten Versorgungsmodelle für Kunden mit negativer Schufa unterscheiden sich in mehreren Punkten. Die folgende Tabelle gibt Dir eine schnelle Orientierung.
| Kriterium | Vorkasse / Pakettarif | Kautionstarif | Grundversorgung |
|---|---|---|---|
| Bonitätsprüfung | Meist keine | Teilweise | Keine |
| Preisniveau | Mittel | Mittel | Hoch |
| Zahlungsweise | Jährlich im Voraus | Monatlich + Kaution | Monatlich |
| Flexibilität | Gering | Mittel | Hoch (2 Wochen Kündigungsfrist) |
| Risiko für Dich | Geldverlust bei Anbieter-Insolvenz | Kaution gebunden | Hohe Kosten |
| Eignung bei Schufa-Eintrag | Hoch | Hoch | Gesetzlich garantiert |
Risiken und Fallstricke bei Strom ohne Schufa
Tarife ohne Bonitätsprüfung können Nachteile haben, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Ein genauer Blick schützt Dich vor unangenehmen Überraschungen.
Insolvenzrisiko bei Vorkasse-Tarifen
Wenn Du Deinen Stromverbrauch für ein ganzes Jahr im Voraus bezahlst und der Anbieter insolvent wird, ist Dein Geld in der Regel verloren. Die Rückforderung im Insolvenzverfahren ist aufwendig und selten erfolgreich. Achte deshalb bei Vorkasse-Tarifen besonders auf die wirtschaftliche Stabilität des Anbieters. Große, etablierte Unternehmen sind hier sicherer als kleine, unbekannte Versorger.
Hohe Nachzahlungen bei Mehrverbrauch in Pakettarifen
Bei kWh-Paketen zahlst Du für eine festgelegte Strommenge. Jede Kilowattstunde über dem Paket wird oft deutlich teurer abgerechnet. Wenn Du Deinen Verbrauch unterschätzt, kann die Nachzahlung empfindlich ausfallen. Prüfe vor Abschluss, wie hoch der Mehrverbrauchspreis ist und wie realistisch Deine Verbrauchsschätzung ist.
Versteckte Gebühren und ungünstige Klauseln
Manche Tarife locken mit niedrigen Grundpreisen, enthalten aber versteckte Kosten wie hohe Sonderabschläge, einmalige Gebühren oder automatische Vertragsverlängerungen mit schlechteren Konditionen. Lies das Kleingedruckte und achte auf die Gesamtkosten über die volle Vertragslaufzeit.
Unseriöse Anbieter erkennen
Ein Anbieter, der mit unrealistischen Ersparnissen wirbt, keine transparenten Kontaktdaten hat oder ausschließlich auf Vorkasse besteht, ohne Alternativen anzubieten, sollte Dich skeptisch machen. Prüfe Bewertungen auf unabhängigen Portalen und achte auf bekannte Gütesiegel wie das TÜV-Siegel oder die Auszeichnung „Kundenfreundlichster Stromanbieter“.
Wie viel kannst Du durch einen Wechsel sparen?
Auch mit negativer Schufa lässt sich durch einen Anbieterwechsel viel Geld sparen. Die Grundversorgung ist fast immer die teuerste Option.
Wechselersparnis: Grundversorgung vs. Alternativtarif
Die Ersparnis hängt von Deinem Verbrauch und Deiner Region ab. Im Durchschnitt zahlen Haushalte in der Grundversorgung zwischen 150 und 500 Euro mehr pro Jahr als bei einem günstigen Alternativtarif. Selbst Vorkasse- und Kautionstarife liegen meist deutlich unter dem Grundversorgungspreis. Wer aus der Grundversorgung in einen Sondertarif wechselt, spart im bundesweiten Schnitt rund 300 Euro jährlich. In teuren Regionen wie Teilen Bayerns oder Schleswig-Holsteins kann die Differenz noch größer ausfallen. Der Wechsel lohnt sich also finanziell fast immer, selbst wenn die verfügbaren Tarife aufgrund der Schufa-Situation etwas teurer sind als die günstigsten Angebote auf dem Markt.
Beispielrechnung für einen Durchschnittshaushalt
Ein Drei-Personen-Haushalt verbraucht im Schnitt rund 3.500 Kilowattstunden pro Jahr. In der Grundversorgung kostet das je nach Region zwischen 1.300 und 1.500 Euro. Ein Vorkasse-Tarif liegt für denselben Verbrauch oft bei 1.000 bis 1.200 Euro. Das ergibt eine Ersparnis von 200 bis 400 Euro pro Jahr. Diese Zahlen basieren auf durchschnittlichen Marktpreisen und können je nach Wohnort variieren.
Schufa-Eintrag loswerden: So verbesserst Du Deine Bonität langfristig
Ein negativer Schufa-Eintrag bleibt nicht für immer bestehen. Mit den richtigen Maßnahmen kannst Du Deine Bonität schrittweise verbessern und Dir langfristig den Zugang zu besseren Tarifen sichern.
Wann negative Einträge automatisch gelöscht werden
Die meisten negativen Einträge werden drei Jahre nach Begleichung der Forderung automatisch gelöscht. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem die Schuld bezahlt wurde. Ein im März 2024 beglichener Eintrag wird also Ende 2027 gelöscht. Informationen über Privatinsolvenzen bleiben ebenfalls drei Jahre nach Abschluss des Verfahrens gespeichert.
Fehlerhafte Einträge korrigieren lassen
Wenn ein Eintrag falsch ist, etwa weil eine Forderung bereits bezahlt wurde, aber noch als offen vermerkt ist, kannst Du bei der Schufa eine Korrektur beantragen. Wende Dich schriftlich an die Schufa und lege Belege bei, zum Beispiel eine Zahlungsbestätigung. Die Schufa muss den Sachverhalt prüfen und den Eintrag bei berechtigtem Einwand binnen vier Wochen korrigieren oder löschen.
Bonität gezielt aufbauen: Konkrete Maßnahmen
Du kannst Deinen Score aktiv verbessern. Begleiche offene Forderungen, auch wenn es nur in kleinen Raten möglich ist. Zahle laufende Rechnungen pünktlich. Löse nicht benötigte Konten und Kreditkarten auf, denn zu viele offene Konten wirken sich negativ auf den Score aus. Tilge Dispokredite. Und vermeide häufige Kreditanfragen in kurzer Zeit. Jede dieser Maßnahmen trägt dazu bei, Deinen Score schrittweise zu heben. Besonders wirkungsvoll ist es, zunächst die ältesten und kleinsten offenen Posten zu begleichen. Jeder erledigte Eintrag verbessert Deinen Score. Ein sauberes Zahlungsverhalten über mehrere Monate hinweg signalisiert Zuverlässigkeit und wirkt sich positiv auf Deine Gesamtbewertung aus.
Fazit
Ein negativer Schufa-Eintrag macht die Suche nach einem günstigen Stromanbieter schwieriger, aber nicht aussichtslos. Der Grundversorger garantiert Dir jederzeit Strom, unabhängig von Deiner Bonität. Das ist Dein Sicherheitsnetz, das Dir niemand nehmen kann. Darüber hinaus bieten Vorkasse-Tarife, Kautionsmodelle und Prepaid-Angebote echte Alternativen, die in den meisten Fällen günstiger sind als die Grundversorgung. Unsere Auswertung der beliebtesten Tarife zeigt, dass der Markt vielfältiger ist als oft angenommen, mit über 60 Tarifen von mehr als 40 Anbietern, die auch Kunden mit eingeschränkter Bonität versorgen.
Der wichtigste Schritt ist der erste: Kenne Deinen Schufa-Eintrag. Lass Dir die kostenlose Datenkopie schicken, prüfe die Einträge auf Fehler und korrigiere, was falsch ist. Dann nutze einen Vergleichsrechner mit den richtigen Einstellungen und probiere den Wechsel. Wenn der erste Anbieter ablehnt, versuche es beim nächsten. Gib nicht zu früh auf. Langfristig lohnt es sich, die eigene Bonität gezielt zu verbessern. Jeder beglichene Posten, jede pünktlich bezahlte Rechnung bringt Dich näher an bessere Tarife und mehr Auswahl.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ja, ein Wechsel ist möglich. Nicht alle Anbieter lehnen Kunden mit negativer Schufa ab. Vorkasse- und Kautionstarife bieten zusätzliche Optionen. Im Zweifel bleibt der Grundversorger, der jeden Haushalt beliefern muss.
Ja, der Grundversorger ist nach § 36 des Energiewirtschaftsgesetzes verpflichtet, jeden Haushalt in seinem Gebiet mit Strom zu versorgen. Das gilt unabhängig von Deiner Bonität oder Deinem Schufa-Score.
Vorkasse-Tarife sind in der Regel günstiger als die Grundversorgung. Je nach Verbrauch und Region kann die Ersparnis zwischen 150 und 500 Euro pro Jahr betragen. Der Nachteil ist, dass Du den Jahresbetrag auf einmal zahlen musst.
Ja, private Stromanbieter können einen Vertragsabschluss ohne Angabe von Gründen ablehnen. Nur der Grundversorger hat eine gesetzliche Lieferpflicht. Eine Ablehnung hat keine negativen Folgen für Dich.
Negative Einträge werden in der Regel drei Jahre nach Begleichung der Forderung gelöscht. Die Frist beginnt am Ende des Kalenderjahres, in dem die Schuld bezahlt wurde. Solange eine Forderung offen ist, bleibt der Eintrag bestehen.
Ja, auch während einer Privatinsolvenz hast Du Anspruch auf Stromversorgung. Der Grundversorger muss Dich beliefern. Zusätzlich bieten einige Anbieter Vorkasse- oder Kautionstarife an, die auch bei laufender Insolvenz abgeschlossen werden können.
Prepaid-Tarife eignen sich gut, wenn Du Deinen Verbrauch genau kennst und keine Bonitätsprüfung durchlaufen möchtest. Sie bieten volle Kostenkontrolle. Achte jedoch darauf, wie der Anbieter mit Mehr- oder Minderverbrauch umgeht.
Ja, viele Ökostromanbieter bieten Tarife mit Vorkasse, Kaution oder ohne Bonitätsprüfung an. Nachhaltiger Strom ist nicht an eine gute Bonität gebunden. Anbieter wie LichtBlick gehören zu den meistgewählten Versorgern bei Kunden mit negativer Schufa.
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Autor und Betreiber von stromanbieterohneschufa.de. Hilft seit Jahren Verbrauchern mit eingeschränkter Bonität, den passenden Stromanbieter zu finden.
